Mythos oder Wahrheit? Gesundheitsmythen im Check – Experten klären auf

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Krankheiten & Symptome

Quelle: TCS MyMed


Durch Küsse kann man sich mit Lippenherpes anstecken. Mythos oder Wahrheit?
Prof. Dr. med. Christoph U. Brand (Dermatologe): Die Übertragung des Virus erfolgt durch Tröpfcheninfektion (Speichel) und direkten Kontakt. Problematisch ist, dass der Herpesvirus auch bei klinisch unauffälliger Haut übertragen werden kann.

Eisenmangel ist eine Modeerkrankung. Mythos oder Wahrheit?
Prof. Dr. med. Aristomenis Exadaktylos (Notfallmediziner): Nein, eine Modeerkrankung sicher nicht, aber häufiger als früher wohl schon. Die Gründe sind vielfältig. In der Schweiz und Europa sind am ehesten Veränderungen in der Ernährung als Gründe anzuführen. In ärmeren Ländern ist vor allem die Mangelernährung ein Grund.

Zahnimplantate sind im Ausland günstiger, weil da die Zahnärzte schneller arbeiten. Mythos oder Wahrheit?
Dr. med. & Dr.med. dent. Jürgen Andreas Zix (Zahnarzt): Der Preisunterschied ist wahrscheinlich mit den tieferen Lohn- sowie Infrastrukturkosten zu begründen. Zudem werden preiswertere Materialien, Implantate und eine billigere zahntechnische Versorgung verwendet.

Denguefieber kann unmöglich unerkannt bleiben. Mythos oder Wahrheit?
Prof. Dr. med. Aristomenis Exadaktylos (Notfallmediziner): Wenn man nicht daran denkt, oder wenn zum Beispiel die Symptomatik mit einer Malariainfektion oder einer Grippe verwechselt wird. Dann sind Diagnostik und Therapie unwirksam, die Erkrankung bleibt unerkannt und kann sich verschlimmern.

Bei einem Burnout treten auch körperliche Symptome auf. Mythos oder Wahrheit?
MSc Florian Peter (Fachpsychologe): Nebst der allgemeinen Stressreaktion (erhöhtes Schwitzen, Zittern, An- und Verspannungen, Unruhe, Harndrang, Nägelkauen und Zähneknirschen) sind zunehmende und anhaltende Schlafstörungen, Erschöpfung, Herz-Kreislauf-Störungen, Kopf- und Rückenschmerzen, Konzentrationsstörungen sowie ein mittel- und längerfristig geschwächtes Immunsystem (vermehrte Infekte) typische Anzeichen.

Die Strahlenbelastung im Flugzeug kann die Gesundheit schädigen. Mythos oder Wahrheit?
Daniel Dauwalder (Bundesamt für Gesundheit BAG): Grundsätzlich geht man im Strahlenschutz davon aus, dass jede Strahlenexposition eine Erhöhung des Krebsrisikos bedeuten kann und es keine Schwelle gibt, unter der keine Effekte auftreten. Für einen Retourflug nach Übersee ist die theoretisch berechnete Erhöhung des Krebsrisikos aber verschwindend klein. Für Gelegenheitsflieger ist die zusätzliche Strahlendosis pro Jahr sehr gering und kleiner als die Schwankungen, die bei der natürlichen Strahlenbelastung in der Schweiz vorkommen (zum Beispiel bedingt durch den Wohnort).

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