Fersensporn (Fasziitis plantaris)



Krankheiten & Symptome

Quelle: Mediscope


Definition

Beim unteren Fersensporn handelt es sich um einen dornartigen Knochenauswuchs am Fersenbein (Calcaneus), bedingt durch eine Verkalkung des fächerförmigen Bandapparates (Plantarfaszie) an der Fusssohle. Der Sporn ist meist nur wenige Millimeter lang.

Seltener ist der hintere oder obere Fersensporn, eine knöcherne Ausziehung des Fersenbeins am Ansatz der Achillessehne. Am häufigsten tritt der Fersensporn zwischen  dem 40. und 60. Lebensjahr auf. Frauen sind etwas öfter betroffen als Männer.

Ursachen

Wie oben beschrieben wird hauptsächlich zwischen unterem und hinterem Fersensporn unterschieden. Ein Fersensporn entsteht durch Überlastungen, welche zu Entzündungen und zu kleinen Rissen in den Sehen führen. Um die kleinen Sehnenrisse zu heilen, lagert der Körper ähnlich wie bei einem Knochenbruch Kalk an den Verletzungen ab. Im Laufe der Zeit entstehen so Verkalkungen der Sehne, bzw. Der Bänder/Faszien. Dies ergibt einen kleinen Auswuchs entlang der Sehnen, den Fersensporn.

Risikofaktoren für einen Fersensporn sind:

  • Alter zwischen 40 und 60
  • Übergewicht (Adipositas)
  • Überbelastungen (Beruf, Sport, z.B. langes Stehen auf harten Böden, durch Sport ohne Aufwärmen)
  • Ständiges Tragen von schlechtem Schuhwerk
  • Fussfehlbildungen (Knick-Senkfuss, teilweise auch Spreizfuss)

Symptome (Beschwerden)

Nicht jeder Fersensporn macht Beschwerden.

Beschwerden können sein:

  • Morgendlicher Anlaufschmerz an der Ferse mit Besserung während des Tages.
  • Belastungsabhängige, stechende Schmerzen im Bereich der Ferse (beim unteren Fersensporn unten an der Ferse, beim hinteren Fersensporn entsprechend im Bereich des Ansatzes der Achillessehne)
  • Je nach Stadium: Fersenschmerz erst nach längerer Belastung oder aber bereits in Ruhe
  • Evtl. Schmerzausstrahlung in den Fuss oder den Oberschenkel

Die Schmerzen werden wie folgt beschrieben: messerstichartig, streng lokalisiert, dumpfe unregelmässig auftretende Schmerzen im Fersenbereich, ev. Druckempfindlichkeit am Sehnenansatz.

Diagnose (Untersuchung)

Zur Diagnose eines Fersensporns werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:

  • Erhebung der Krankengeschichte: genaue Beschreibung des meist sehr lokalen Schmerzes durch den Patienten.
  • Klinische Untersuchung des Fusses, druckschmerzhafte Ferse (siehe Beschwerden)
  • Röntgenbild
  • In Einzelfällen Zusatzuntersuchung (MRI, Sonographie), vor allem zum Ausschluss anderer Erkrankungen

Therapie (Behandlung)

Ein unterer oder hinterer Fersensporn kann meist ohne Operation behandelt werden. Eine Therapie ist nur bei Beschwerden notwendig.

Allgemeine, auch präventive Massnahmen:

  • Gewichtsreduktion
  • Starke, andauernde Belastung der Füsse vermeiden
  • Korrektur von Fussfehlstellungen (Einlagen)
  • Fersenpolster mit Loch- oder Geleinlagen

Medikamentös

  • Analgetika (Schmerzmittel), NSAR (nichtsteroidale Entzündungshemmer)
  • Kortison (lokale Injektion)
  • Injektion von Betäubungsmitteln am Fersensporn

Mögliche physikalische Therapien

  • Kälte- und Wärmeanwendungen
  • Ultraschallbehandlungen
  • Stosswellentherapie
  • Strahlentherapie

Operation (nur bei Versagen der konservativen, obgenannten Therapien)

  • Knochennahes Entfernen der Plantarfaszie

Grosse Fersensporne werden meistens entfernt. Die Nachbehandlungsphase kann Monate dauern.

Diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung am Ende der Seite. Klicken Sie auf „Ich stimme zu“, um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können.