Sonnenbrand (Dermatitis solaris)



Krankheiten & Symptome

Quelle: Mediscope


Definition

Beim Sonnenbrand handelt es sich um eine akute Entzündung der Haut mit Rötung, Schmerzen, Juckreiz und gelegentlich Blasenbildung. Die Rötung ist streng auf die lichtexponierten Bereiche beschränkt. Man unterscheidet leichte Sonnenbrände, welche ohne akute Folgen abheilen, und schwere, welche sich durch Blasenbildung und Vernarbungen nach Abheilung äussern. Hellhäutige Menschen sind gefährdeter als dunkelhäufige. Eine Sonderform des Sonnenbrands ist die Schneeblindheit, sie entspricht einem Sonnenbrand der Hornhaut.

Ursachen

Ursache der Entzündung sind die ultravioletten Strahlen der Sonne und anderer Strahlenquellen. Der Sonnenbrand ist vor allem durch die kurzwelligen und energiereichen UVB-Strahlen bedingt. Nicht jeder Hauttyp kann sich gleich gut gegen die Strahlung schützen. Während Sonnenbrände bei hellhäufigen Menschen (Hauttyp I und II) relativ häufig und rasch auftreten, sind sie bei dunkelhäufigen Personen (Hauttyp III und IV) seltener.

Ein erhöhtes Risiko für einen Sonnenbrand besteht:
  • In den Tropen (stärkere Sonneneinstrahlung)
  • Auf Schnee und Gletschern
  • Im und vor allem auf dem Wasser
  • Auf Erdteilen mit bekanntermassen dünner Ozonschicht
  • Aufgepasst bei Wind und dünner Wolkenschicht, welche zwar die Hitze und Sonne nicht stark wahrhaben lassen, jedoch nicht vor Sonnenbrand schützen.

Symptome (Beschwerden)

Die Haut zeigt die typischen Anzeichen einer Entzündung: sie ist gerötet, heiss, schwillt an und schmerzt oder juckt. Bei noch stärkerer Bestrahlung kann es sogar bis zu einer Verbrennung zweiten Grades mit Blasenbildung kommen. Achtung: Blasen dürfen nicht selber geöffnet werden,  da es sonst zu Infektionen kommen kann. Zu den beschriebenen Symptomen können bei schwerem Sonnenbrand gelegentlich auch Fieber, Müdigkeit oder Übelkeit hinzukommen.

Die Symptome beginnen 4 bis 8 Stunden nach dem Sonnenbad. Während des Sonnenbades verspüren viele lediglich eine leichte Spannung der Haut. Der Höhepunkt der Beschwerden wird nach 12 bis 36 Stunden erreicht. Nach ein paar Tagen bleibt häufig eine stark schuppende Haut zurück.

Bei folgenden Zeichen sollte ein Arzt aufgesucht werden:

  • Starke Schmerzen, Fieber und Blasenbildung
  • Ausgeprägter Sonnenbrand bei Babys oder Kleinkindern
  • Bei zusätzlichen Zeichen eines Sonnenstichs/Hitzschlags (Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Übelkeit und Erbrechen)

Diagnose (Untersuchung)

Die Diagnose kann aufgrund der Krankengeschichte mit der Sonnenexposition vor maximal 24 Stunden und der typischen Begrenzung der Hauterscheinungen auf die lichtexponierten Areale leicht gestellt werden.

Therapie (Behandlung)

Verbrannte Haut gehört konsequent in den Schatten, um die Entzündung nicht noch zu verschlimmern. Da über die Haut viel Flüssigkeit verloren geht, sollte man viel trinken.

Leichte Sonnenbrände können mit kühlenden Lotionen, Cremes oder Gels behandelt werden, allenfalls mit einem schwachen Kortisonpräparat. Von Salben wird eher abgeraten. Bei schweren und grossflächigen Sonnenbränden ist eine Therapie mit Medikamenten, welche abschwellend und schmerzstillend wirken (sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika), angezeigt.

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