Kreuzbandriss (Ruptur des vorderen Kreuzbandes)



Malattie e sintomi

Fonte: Mediscope


Definition

Für die Stabilität im Knie sind - gemeinsam mit Innen- und Aussenband sowie den Menisken - das vordere und das hintere Kreuzband verantwortlich. Dabei übernimmt das vordere Kreuzband die Hauptaufgabe der Stabilisation. Vom Kreuzbandriss oder einer vorderen Kreuzbandläsion spricht man, wenn das vordere Kreuzband durch starke Überbelastung oder durch äussere Gewalteinwirkung teilweise oder ganz durchgerissen ist. Die Ruptur des vorderen ist etwa 10 mal häufiger als ein Riss des hinteren Kreuzbandes.

Ursachen

Kreuzbandrisse treten dann auf, wenn die Dehnbarkeit des Kreuzbandes überschritten wird. Dies kann entweder durch direkte Gewalteinwirkung von aussen oder sehr häufig durch starke, unfreiwillige Beugung in X-Bein-Stellung und nach aussen gedrehtem Unterschenkel entstehen (z.B. beim Fussballspielen oder beim Skifahren).

Kreuzbandrupturen gehen nicht selten mit anderen Verletzungen des Knies einher (Meniskusriss, Innen- oder Aussenband- sowie Gelenkkapselverletzungen).

Je nach Stabilität des Knies und klinischer Tests durch den Arzt werden die Kreuzbandrisse in drei verschiedene Schweregrade eingeteilt, wobei Grad III die grösste Instabilität beschreibt.

Symptome (Beschwerden)

Beschwerden, die auf einen Kreuzbandriss hindeuten können, sind unter anderem:

  • Schmerz im Knie, der im Augenblick des Traumas auftritt, anschliessend nachlässt, und dann bei erneuter Belastung wieder auftritt.
  • Blut im Kniegelenk (Hämarthros), da mit der Ruptur des Bandes auch kleinere Gefässe mit reissen.
  • Beweglichkeitseinschränkung; meist durch den Erguss (das Blut im Gelenk) bedingt
  • Instabilitätsgefühl im Kniegelenk (vor allem beim Treppenabstieg oder beim Bergabgehen)

Diagnose (Untersuchung)

Zur Diagnose eines Kreuzbandrisses werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:

  • Erhebung der Krankengeschichte mit Unfallhergang
  • Klinische Untersuchung: Beurteilung von Knieschwellung, Gelenkerguss, Bewegungsumfang, Bewegungsschmerz, Gangbild, Beinachsen
  • Kniegelenkröntgen mit evtl. Spezialaufnahmen
  • MRI (Kernspintomographie) des Kniegelenks
  • Evtl. weitere Spezialmassnahmen (Sonographie, Computertomographie, Erguss-Punktion)

Therapie (Behandlung)

Grundsätzlich gibt es zwei Alternativen zur Therapie: entweder konservativ mit Medikamenten und Krankengymnastik oder die Operation. Die Entscheidung, welche Therapie die beste ist, erfolgt individuell: Ein Sportler will wahrscheinlich möglichst bald wieder ein voll funktionsfähiges Knie, also wird er die Operation wählen; ein älterer Mensch mit wenig körperlicher Betätigung wird vermutlich auf eine Operation verzichten.

Medikamente

  • Schmerzmittel (Analgetika)
  • Abschwellende Mittel (Antiphlogistika)
  • Evtl. Thromboseprophylaxe (Blutverdünnung)

Physikalische Therapie

  • Physiotherapie: Krankengymnastik (Muskelaufbau, Verbesserung der Koordination, Verhütung von Kontrakturen, Reizdämpfung nach konservativer oder operativer Behandlung)
  • Gelenkschutztraining Kryotherapie (Kältetherapie)
  • Ultraschalltherapie
  • Ergotherapie
  • Manuelle Lymphdrainage

Operation

Die häufigste Operationsmethode ist das Einbringen einer Kreuzbandplastik ins Gelenk, quasi als Ersatz für das gerissene Band. Dazu wird ein Stück körpereigene Sehne meist von der Kniescheibensehne (Patellarsehne) oder den sogenannten Hamstrings (Sehnen zweier Muskeln seitlich am Knie) verwendet.

Die Operation wird meist nicht sofort durchgeführt, da das Risiko einer Gelenkvernarbung mit Bewegungseinschränkung in den ersten Tagen nach dem Unfall besonders gross ist. Die früher üblichen Kreuzbandnähte werden heute nur noch in Einzelfällen (zum Beispiel bei Bandausriss aus der knöchernen Verankerung) gemacht.

Nach der Operation ist eine intensive krankengymnastische Nachbehandlung notwendig. Diese ist für das Wiedererlangen einer normalen Kniegelenksfunktion äusserst wichtig.

Notfallmassnahmen (Erste Hilfe)

Bei nahezu jeder akuten Sportverletzung kann nach dem PECH-Schema vorgegangen werden. Schnelles Handeln ist gefragt.

P = Pause - sofortiger Sportunterbruch
E = Eis - Kühlen der verletzten Stelle, sofern es sich nicht um eine offene Wunde handelt. Es muss nicht unbedingt Eis sein, auch kalte Umschläge können helfen
C = Compression - Druckverband wirkt der Schwellung entgegen; Achtung: Nicht zu fest anlegen, damit die Druchblutung der Extremität nicht unterbunden wird
H = Hochlagern - Bei Verletzungen, welche die Extremitäten (Arme, Beine) betreffen, wird der Rückfluss des Blutes und der Schwellflüssigkeit durch Hochlagern erleichtert. Natürlich gilt das nicht für Menschen, die bewusstlos sind und bei denen der Verdacht auf eine Kopf- Schulter- und Rückenverletzung besteht. Im Zweifelsfall Eiswickel machen oder die verletzte Extremität ruhig stellen und ab zum nächsten Arzt oder Spital.

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